Pomorska Droga św. Jakuba

Etappe 18: Kołobrzeg – Mrzeżyno

Länge: 25.27 km

Gesamt: 408,92 km

Unterkunft: Pokoje Gościnne u Teresy in Mrzeżyno

Etappe 18

Heute kommt der Blogeintrag wieder einen Tag später, da ich heute einen Ruhetag eingelegt habe und Zeit genug habe, den Blog zu schreiben.

Erstmal zur Rettung von Kołobrzeg: Kołobrzeg hat auch schöne Seiten. Die Altstadt ist ohne weiteres sehenswert, wenn natürlich auch nicht mit Gdansk zu vergleichen. Man kann dort bestimmt auch schön einkaufen, was ich allerdings nicht wollte, da mein Rucksack eh schon viel zu voll ist. Nachdem ich die Stadt Richtung Osten verlassen und ein Industriegebiet hinter mir gelassen habe, bin ich nach ca 5 km zum Strand gelangt.

Hafen am Stadtrand

Der Strand hier ist viel schöner als der Oststrand, weil er halt sandig und nicht so steinig ist. Zwei mal habe ich den Strand zum Essenfassen verlassen, einmal in Grzybowo, hier gab es Cappuccino und Eis und dann in Dzwirzyno, wo es Blutwurst und 🍺 gab. Ich hätte mich in der letzten Pause für etwas leichteres entscheiden sollen, denn danach ging es gefühlt überhaupt nicht mehr voran.

400 km sind geschafft

Ungefähr 4 km vorm Tagesziel bekam ich starke brennende Schmerzen im äußeren Bereich des linken Oberschenkel. Irgendwann konnte und wollte ich einfach nicht mehr weiter. Ich habe meinen Rucksack abgeschnallt und als ich den Hüftgurt löste, waren die Schmerzen auf einmal weg. Bei der letzten Trinkpause war meine Trinkblase leer und ich habe deshalb eine Wasserflasche aus dem Rucksack geholt. Natürlich wollte ich die Flasche nicht wieder zurück in den Rucksack packen, weil das einfach unpraktisch ist. Deshalb habe ich sie links unter meinem Hüftgurt eingeklemmt. Dabei habe ich wohl noch etwas mehr eingeklemmt, was zu den Schmerzen führte. Auch wenn die Schmerzen nun weg waren, bin ich trotzdem noch ne ganze Weile im Sand liegen geblieben und habe mich ausgeruht. Die letzten 2 km waren dann ruckzuck vorbei. Die Ankunft in Mrzeżyno war fast so schockierend wie in Kołobrzeg, hörte ich doch schon von Weitem Seemannslieder aus der Quetschkommode, die hin und wieder sogar mit einer deutschen Textzeile unterlegt waren. Quelle dieses „Kunstgenusses“ war ein älterer Herr, der sich damit ein paar Zloty verdienen wollte.

Das Zimmer ist Klasse und ich habe auch gleich für eine zweite Nacht gebucht. Heute also keine Strandkilometer sondern relaxen am Strand und im Wasser, vorher aber eine „große Wäsche“. Danach können die Klamotten einen ganzen Tag an der frischen Luft trocknen und Auslüften, das haben sie dringend nötig.

Die Sättigung der Blutwurst vom Mittagessen hielt noch an, weshalb ich mich zum Abendessen nur für eine Kapuśniak, also eine Krautsuppe entschieden habe. Eine gute Wahl. Zum Nachtisch habe ich mir noch ein paar Pflaumen gekauft und bin ziemlich zeitig schlafen gegangen.

Kapuśniak

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