Pomorska Droga św. Jakuba

Etappe 10: Łeba – Kluki

Länge: 23,81 km

Gesamt: 221,73 km

Unterkunft: Domek u Franka in Smołdzino

Ich hatte für heute zwei Optionen, den sicher schöneren Weg durch den Nationalpark entlang der Wanderdünen am Ostseestrand oder südlich am Lebsko entlang den Jakobsweg. Der erste Weg ist ca. 35 km lang, der zweite 10 km kürzer. Ich habe bis zuletzt mit mir gerungen, welchen Weg ich gehen soll und habe mich für Variante 2 entschieden, muss ich doch zusätzlich Verpflegung für heute Abend und morgen Früh mitschleppen. Und Regen ist ab Mittag auch wieder angesagt, Gehe ich also den Jakobsweg, auch wenn ich heute dadurch nicht die Ostsee sehen werde.

Nach einem riesigen Sonntagsfrühstück ging es los.

Sonntagsfrühstück für Pilger

Łeba war schnell verlassen, dann folgte eine 4-geteilte Etappe.

Bis Zamowska ging es auf schilfbestandenen Wegen am Südufer des Lebasko entlang. Eine steife Briese aus Nordwest machte das Laufen teilweise sehr anstrengend. Manchmal konnte ich in der Ferne auch einen Blick auf die Wanderdünen von Łeba werfen.

Nach Zamowska ging es in den Wald. Dies war für mich der schönste Teil des Weges. Hier traf ich bei einer Pause auch Mirek aus Opole, der auf seinem Motorrad durch seine Heimat fährt. Wir haben uns nett unterhalten.

Mirek aus Opole

Bei Gac fing dann Kopfsteinpflaster an, was irgendwann abwechselnd in Asphalt oder Panzerplattenwegen überging. Als das hinter Izbica endlich zu Ende ging, fing erst unmerklich, dann immer schlimmer werdend, ein Matschweg an, welcher hin und wieder durch Holzwege unterbrochen wurde und sich bis Kluki hin zog. Der Weg war zwar anstrengend zu gehen, hat aber trotzdem irgendwie Spaß gemacht. Allerdings haben mich so manches Mal nur meine Stöcke vor einem Sturz bewahrt.

Am Ende wurde ich aber mit einem super Zimmer belohnt. Als ich auf den Hof kam, schielte ich schon neidisch zu dem Nebengebäude, aus dessen Esse Rauch Aufstieg. Der Wohncontainer, den ich gebucht hatte, hat keine Esse, die Tür stand offen. Ich stellte mich schon auf ein kaltes Zimmer ein. Aber weit gefehlt. Die junge hübsche Frau die mich empfing, fragte, ob ich lieber im geheizten Haus wohnen wolle. Und wie ich wollte! Ein geräumiges, wohlig warmes Zimmer mit Küche, Dusche und Badewanne, Herz was willst du mehr. Ich habe mich auch gleich in die Wanne gelegt und dabei genüsslich einen Kaffee getrunken.

Morgen geht’s nach Rowy, ca. 25 km, teilweise auf dem Jakobsweg. Der geht nicht am Meer entlang, ich schon. Deshalb trennen wir uns nach ca. 9 km, treffen uns in Rowy aber wieder. Diesmal ist Regen für den Vormittag angesagt, ich lasse mich überraschen, ändern kann ich es eh nicht.

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