Auf dem CI,  Camino Ingles

CI Tag 4, Vilacova – A Calle

Gleich mal vorweg, die Start und Zielpunkt waren ganz andere, als die Überschrift vermuten lässt. Das lag an zwei Dingen:

  1. Wir sind die neue Route gegangen 
  2. A Calle liegt hinter unserer heutigen Unterkunft

Doch dazu mehr im Text.

Unsere hohen Erwartungen an das Frühstück wurden noch übertroffen. Es war kein typisch spanisches Frühstück, aber es gab typisch spanische Spezialitäten, Serrano- und Ibericoschinken, Churizo und eine andere Sorte Wurst, Käse … Der Tag begann also sehr gut.

Nach einem Vergleich der Höhenprofile des alten und neuen Jakobwegs, kamen wir ganz schnell zu der Überzeugung, dass der neue auch der bessere sei ;-). Also ließen wir uns von Achim nach Beche fahren, wo wir ja gestern den Jakobsweg Richtung Vilacova verlassen haben. Gleich am ersten Monolithen rutschte uns das Herz in die Hose, standen dort doch 88,863 km nach Santiago. Gestern hatten wir aber schon Halbzeit gehabt, das kann doch nicht sein! Nicht mal 100 m weiter beruhigte sich die Herzfrequenz wieder, hier wurden 47,299 km angezeigt.

Beruhigt konnten wir also den Weg über teilweise kleine Asphaltstraßen und Schotterpisten weiter gehen. Bei Abegondo stießen wir dann auf eine Nerzfarm.

Nach knapp 5 km kamen wir zur doppelspurigen AC-542, wo auch der Camino Ingles von A Coruña zu unserem Weg stieß. In As Travesas machten wir unsere erste Rast in der Bar Casa Avelina. Die ist absolut zu empfehlen, geht nicht achtlos vorbei. Die Wirtin bestand darauf, dass wir uns setzten, unsere Rucksäcke und Wanderstöcke wurden fachgerecht auf extra Stühlen verstaut, die Füße auf Hocker hoch gebettet. Die Jacken mussten natürlich auch ausgezogen werden. Und natürlich war auch ein Foto von Conni mit der Wirtin zwingend.

Anschließend wurde uns noch die Kirche aufgeschlossen.

Kurz nach 13.00 Uhr kamen wir an der Herberge in Hospital de Bruma an, die gerade öffnete, so dass wir uns gleich noch unsere Stempel abholten und schräg gegenüber in der Casa Graña ein Estrella genehmigten. Bis zu diesem Punkt haben wir mehrere Pilger getroffen, danach keinen einzigen mehr. Offensichtlich ist Hospital de Bruma ein beliebtes Etappenziel. Weiter ging es auf wenig befahrenen Straße durch mehrere kleine Orte, bis wir nach Ardemil zur Bar Uzai kamen. Hier gab es neben Stempel und Bier eine Freiluftkunstaustellung.

Nach ca. 800 m konnten wir die Asphaltstraße endlich verlassen, leider nur für ca. 1 km. In Buscás trafen in der Bar Liñares auf Achim. Während Achim sich danach die oben erwähnte Skulpturenausstellung anschaute, nahmen wir die letzten Kilometer in Angriff. Der letzte Kilometer ging dann wieder auf einer Schotterpiste, bis wir direkt am Camino unsere Unterkunft für die nächsten zwei Tage erreichten, die Casa Antón Veiras.

Ein sehr schönes Haus, liebevoll eingerichtet bis ins Detail. Mein Zimmer ist nicht ganz so groß wie in den vorigen Unterkünften, aber auf jeden Fall ausreichend, zumal ich es ja allein bewohne. Apropos allein, heute sind wir hier die einzigen Gäste, morgen soll es hingegen ausgebucht sein.

Das Abendesssen war einfach köstlich. Zur Vorspeise gab es Salat, Minitintenfische und kleine Garnelen in heißem Knoblauchöl. Letzteres war mein Favorit.

Zur Hauptspeise konnten wir Wählen zwischen Rindersteak und verschiedenen Fischgerichten. Achim wählte Kuh, während Conni und ich uns für den gleichen Fisch entschieden, ohne genau zu wissen, was für einer war. Er hat sich dann als Heilbutt entpuppt und schmeckte einfach köstlich.

Danach gab es ein Stück Mandelkuchen und zum Abschluss des leckeren Mahles noch Herbas und Cafelikör. Ein sehr schöner Tagesabschluss.

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