Auf dem CF,  Camino a Fisterra

26.12., Tag 1, SdC – Negreira

Tageskilometer: 20,84
Gesamtkilometer: 34,02

Die erste Etappe ist vorbei und sie war wunderschön.

Wie der ganze Tag. Ich habe die Nacht besser geschlafen als die vorige, man gewöhnt sich an alles.
Gestern Abend habe ich noch 2 Bars erkundet, die zwar etwas abseits meiner heutigen Route liegen, aber Frühstück bieten sollen. Also guten Mutes raus aus dem Hotel, Tracking eingeschaltet und fast an einer Bar vorüber gegangen, nur 25 m vom Hotel entfernt. Gut, dass die Spanier nur einen Weihnachtsfeiertag haben. Für 5 € gab es ein leckeres Pilgerfrühstück. So gestärkt konnte es los gehen. Die Sonne war noch nicht ganz aufgegangen, aber es dämmerte schon. Mit 4°C war es noch etwas frisch, aber mit immer höher steigender Sonne waren bald 15°C erreicht.

Obwohl es ständig auf und ab ging war der Weg sehr angenehm, abwechslungsreich ging es durch kleine Wälder und Dörfer. In Ames hatte ich Halbzeit und eine geöffnete Bar gefunden, in der ich mich mit einem Kaffee und einem Bocadillo für den weiteren Weg stärkte. Gut so, denn nach Ames ging’s für etliche Kilometer bergauf. Ich war zwar heftig am Schnaufen, trotzdem war es schön. Ca. 5 km vor dem Ziel kam der Höhepunkt der heutigen Tour: Portor.

Auch wenn ich körperlich keine Pause brauchte, hier musste ich einfach eine Pause einlegen. Einfach wunderschön hier. Seit Ames bin ich immer kurz vor oder hinter zwei asiatischen Pilgern gelaufen, einer mit Superfotoapparat in der Hand. Ich habe ihn nicht einmal knipsen sehen, auch hier ist er einfach vorbei gelaufen. Wozu hat er wohl die Kamera die ganze Zeit in der Hand? Egal, ich hatte diese Stelle ganz für mich alleine und dafür bin ich dankbar. Die letzten Kilometer verliefen dann auch wie im Flug. Ich hätte noch weiter laufen können, aber ich hatte ja in Negreira ein Zimmer gebucht, also bin ich hier geblieben.

Sehr schönes Zimmer. Nach der obligatorischen Dusche habe ich schnell noch meine Sachen gewaschen und dann den Ort erkundet. Es ist nicht leicht, sich daran zu gewöhnen, dass während der Siesta in Spanien Ruhe herrscht. Aber ich habe eine offene Bierbar gefunden, wo ich bei einem sehr wohlschmeckenden Estrella Galicia diesen Bericht schreiben konnte.
Morgen ist dann die erste der beiden langen Etappen, heute hätte ich noch weiter laufen können, ich hoffe, morgen auch.
Von dem Superwetter muss ich wohl auch Abschied nehmen, heute Nacht soll es in Negreira regnen (was ja nicht stört) und morgen Nachmittag/Abend auch am Etappenziel Mazaricos. Aber ich will die Regensachen ja nicht ganz umsonst durch Galizien schleppen (obwohl, eigentlich schon).

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