Camino a Fisterra,  Reisevorbereitung CF

Ich packe meinen Rucksack und packe ein …


Pilgerfigur vor der St. Jakobskirche in Rothenburg ob der Tauber

Ja, was packe ich ein? Bestimmt viel zu viel. Früher war das scheinbar einfacher, wie der Pilger links uns zeigt. Ich glaube, so komme ich aber heutzutage nicht weit. Andererseits muss ich aber auch nicht ein ganzes Outdoorgeschäft leer kaufen, um über die Runden zu kommen.

Die erste Frage ist natürlich die nach dem Rucksack, wo alles rein kommt. Ich hatte mich eine ganze Weile mit dem Thema beschäftigt und dann, weil ich keine Lust mehr hatte, einen Angebotsrucksack beim Sportdiscounter gekauft. Er hat nicht all das, was ich eigentlich wollte, aber er war [hoffentlich (seinen)] Preis wert und ich empfinde ihn als sehr angenehm auf meinem Rücken.

Doch was packe ich nun rein? Regensachen sind ganz wichtig. Galicien ist schließlich die regenreichste Provinz Spaniens und die regenreichsten Monate in Galicien sind Dezember bis Februar. Deshalb habe ich für stärkere Regen einen Poncho eingepackt, welcher auch lässig über den Rucksack geht. Außerdem eine leichte Regenhose zum überziehen. Für leichteren Regen soll eine Regenjacke mir und ein Überzieher dem Rucksack Schutz bieten. Letzterer dient auch als Rucksacktasche für den Flug. Und wenn ich die ganzen Regensachen umsonst durch Galicien schleppe, bin ich auch nicht traurig.

Unterwäsche, Shirts, Hemden, Hosen etc. sind bei mir normalerweise aus Baumwolle. Auf Synthetics stehe ich nicht so. Leider trocknet Baumwolle aber extrem langsam, also habe ich mir doch noch Unterwäsche, Shirts und Fleecepullover und -jacke aus Synthetics gekauft, eine schnelltrocknende Trekkinghose auch gleich mit dazu. Ich nehme also mit 4 Unterhosen, 2 T-Shirts, 2 Fleecepullover, eine Fleecejacke und eine Treckinghosesowie 3 Paar niedrigpreisige Treckingsocken (hatte ich auch noch nie). Für die Abende nach dem Wandern habe ich eine leichte Hose und ein Hemd mit.
Lange habe ich überlegt, was ich zum Schlafen anziehe. Dass ich in Herbergen irgendetwas anziehen muss, ist mir klar. Habe mich letztendlich gegen eines meiner geliebten Nachthemden und für ein Baumwollshirt und einen Baumwollslip entschieden, zusätzlich habe ich auch eine lange Unterhose (Synthetic) im Gepäck. Und einen Ultraleichtschlafsack (10°C, 800g, 6l) habe ich mir auch noch gegönnt.

Bei der Auswahl des Schuhwerks habe ich mich auch schwer getan. Ich wandere normalerweise strumpflos in Sandalen! Und das gefällt mir so, auch wenn ich oft dafür belächelt werde. Aber bei Temperaturen unter 10° C neige ich doch dazu, Strümpfe anzuziehen. Strümpfe in Sandalen geht aber gar nicht. Deshalb habe ich einige Testwanderungen in verschiedenen vorhanden Schuhen durchgeführt. Am Besten nach den Sandalen sind meine Gartenglogs, so ein Crocssurrogat! Nach langen inneren Kämpfen habe ich mir dann doch noch ein paar mittelpreisige Trekkingschuhe beim Sportdiscounter gekauft und muss sagen, darin laufe ich noch besser als in den Gartenglocks. Also nehme ich diesen beiden Paare mit.

Handtuch ist auch so ne Sache. Es geht doch nichts über ein kuschliges Baumwollhandtuch, aber zu schwer, zu voluminös und trocknet zu langsam. Also musste auch hier ein Mikrofaserhandtuch her, obwohl ich da immer das Gefühl habe, dass man gar nicht trocken wird, aber wenigstens das Handtuch trocknet schnell.

Und dann kommt noch so einiges Kleinzeug zusammen was man benötigt, Waschzeug, Medikamente, Hirschtalg, Handy samt Ladegerät und und und …

Hier mal meine Packliste als Tabelle. Alle Teile wurden gewogen, die Anzahl, welche im Rucksack ist und welche am Körper dazu eingetragen. So habe ich in der Kopfzeile immer das Gewicht des Rucksacks und dessen, was ich am Körper mit mir rum schleppe. Ihr seht, manche Teile haben die Menge 0, die haben es (momentan) eben nicht gepackt, gepackt zu werden. Aber noch „lebt“ die Tabelle. Spätestens am Montag Morgen um 4.00 Uhr ist aber Schluss, dann gehe ich los. Was bis dahin nicht drin ist, bleibt für dieses mal draußen.

iPhone-Nutzer haben eventuell Probleme, alle Inhalte der tabelle zu sehen, deshalb hier zusätzlich der Link dahin.

Ein Kommentar

  • Conni

    Da hast Du ja richtig gearbeitet. Ich denke beim nächsten Segeltörn wird sich das auch bemerkbar machen. Sicher brauchst Du dann nur noch eine kleine Segeltasche….hihihihi
    Ich denke morgen früh an Dich und natürlich jeden Tag. Bin sooooo gespannt auf Deine Erfahrung mit dem „Pilgerweg“. Toi Toi Toi

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